Gedichte und Lieblingsgedichte

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Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon remedias » 13. Okt 2012, 11:58

Günter Grass zum Herbst:


Die Felder kahl geschoren

der Himmel leergefegt.

Dieses Gedicht will als Drache steigen

und Ausschau halten:

mal sehen

ob etwas Neues über den Horizont kriecht
Für jedes komplexe Problem
gibt es immer eine einfache Antwort,
die klar ist, einleuchtend und falsch.

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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon Fraule » 13. Okt 2012, 12:36

Wer "um des lieben Friedens willen"
alles schluckt,
vergiftet sich, erzieht andere zur Rücksichtslosigkeit.
( Else Pannek )
Das Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen:
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?
Was ist der Mensch?

Immanuel Kant
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon remedias » 13. Okt 2012, 18:40

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon Maiken » 13. Okt 2012, 20:52

Ei, das ist schön!

Das klaue ich für meine Seite!
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon Achtsamkeit » 14. Okt 2012, 12:59

Der Unsichtbare

Es war einmal ein Mann, der war
Zu seinem Kummer unsichtbar,
doch war er so nicht immer.
Er war`s geworden mit der Zeit,
doch nicht durch Zauber oder Eid,
die Sache stand viel schlimmer!

Vor vielen Jahren war er doch
Verhältnismäßig sichtbar noch!
Wodurch sein Bild sich trübte,
das war, das niemand auf der Welt
sich je zu ihm als Freund gesellt,
der ihn von Herzen liebte.

Doch der, den keiner gerne hat,
der geht vergessen durch die Stadt,
ein Niemand hier auf Erden!
Zuerst vergeht sein Name nur,
sodann verliert er die Kontur –
unsichtbar muss er werden.

So ging der Mann nun stets umher.
Die Leute wunderten sich sehr,
erschrocken oder heiter:
Zwar seinen Anzug sah man gut,
darüber schwebte meist ein Hut,
dazwischen war nichts weiter.

Da war`s ihm eines Tags zu dumm,
er ging zu einem Künstler drum,
ließ eine Maske schnitzen:
„Sie soll“ sprach er, „falls es das gibt,
so schön sein, dass mich jeder liebt,
und muss vortrefflich sitzen.“

Und als die Maske war gemacht,
trug sie der Mann bei Tag und Nacht,
viel Menschen er betörte.
Doch weil`s nur um die Maske war,
blieb er in Wahrheit unsichtbar,
was niemand weiter störte.

Er blieb`s bis ihn der Tod entlarvt.
Ich aber will ganz unbedarft
Die Kinderweisheit schreiben:
Sei dankbar jedem, der dich liebt,
sei selber wer, der Liebe gibt –
damit wir sichtbar bleiben!

Michael Ende
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon Fraule » 14. Okt 2012, 13:44

Das ist schöööööööön Achtsamkeit :blustrau:

Von Charlie Chaplin
Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man “AUTENTHISCH-SEIN”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif, noch der Mensch dazu bereit war, auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt man “SELBSTACHTUNG”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, dass nennt man “REIFE”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und das alles, was geschieht, richtig ist - von da konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, as nennt sich “SELBSTACHTUNG”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man “EHRLICHKEIT”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das “GESUNDEN EGOISMUS” aber heute weiß ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man “EINFACH-SEIN”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen, jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne es “VOLLKOMMENHEIT”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich heute “HERZENSWEISHEIT”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, DAS IST das Leben!
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon remedias » 14. Okt 2012, 16:20

das ist schön, Fraule, das ist von Charlie Chaplin?

Erfüllte Stille

Ruhig sein, heiter!
Hier ist es die Ruhe des Sees,
wenn sich kein Lüftchen regt;
dort die Ruhe des
stehenden Wassers im Graben.
So ist es auch mit uns.
Manchmal sind wir auf gesunde Art
geläutert und beruhigt,
wie nie zuvor im Leben
nicht durch ein Schlafmittel
sondern durch unbewussten Gehorsam
gegenüber den allgerechten Gesetzen,
so dass wir wie ein stiller See
von reinstem Kristall werden,
und mühelos offenbaren sich uns unsere Tiefen.
Die ganze Welt geht vorüber
und spiegelt sich in unserem Grund.
Solche Klarheit!
Errungen mit solch reinen Mitteln!
Durch einfaches Leben,
durch ehrliche Absicht.
Wir leben und jubeln.

Henry David Thoreau
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon puma » 14. Okt 2012, 21:23

Wie war’s im Walde
heut wunderhold -
die Wipfel alle
von rotem Gold!

Goldender Boden,
golden der Duft,
fallende Blätter
von Gold aus der Luft.

Und es leuchtet
aus Tod und Vergeh’n
golden die Hoffnung
aufs Aufersteh’n.

Ferdinand Ernst Albert Avenarius
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Re: Gedichte und Lieblingsgedichte

Beitragvon remedias » 15. Okt 2012, 14:02

Wie wunderbar sind diese Wesen,
Die, was nicht deutbar, dennoch deuten,
Was nie geschrieben wurde, lesen,
Verworrenes beherrschend binden
Und Wege noch im Ewig- Dunkeln finden.“



Hoffmansthal
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