Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

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Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon remedias » 4. Mai 2013, 17:08

finde ich einen interessanten Denkansatz.

Übergewicht und weitere Gewichtszunahme bekommt man nicht unter Kontrolle, indem man weniger isst und sich mehr bewegt.


beginnt dieser Text über die Risiken der modernen Lebensmittelerzeugung.

Folgende "kollektiven Denksätze" sind danach nicht schlüssig:

Adipositas ist die Folge von überessen, des Essens zu vieler Kalorien.
Adipositas ist die Folge der übermäßigen Aufnahme gesättigten Fettes. Fett essen - besonders das Fett aus tierischen Produkten - macht fett.
Adipositas ist die Folge mangelnder Willenskraft und eine Charakterschwäche.
Adipositas ist eine genetische Veranlagung, wie braune Augen, und man kann nichts dagegen tun.
Adipositas wird verursacht durch übermäßigen Genuss, Gefräßigkeit, alle Bedenken in den Wind schlagen und dem Mangel an moralischer Standhaftigkeit.
Adipositas wird allein durch den Mangel an körperlicher Bewegung verursacht.


ich war nicht mit allem einverstanden, was beschrieben wird, aber vielleicht gibt es ja einen Denkanstoß in eine andere Richtung:

Es sieht beinahe so aus, als befinde sich der Körper in einer Art Überlebensmodus und kreiere den übergewichtigen Typus als allerletzten Versuch, das Leben unter ungewöhnlich rauen Bedingungen, sowohl innerlichen als auch äußerlichen, zu erhalten.


Der ganze Bericht hier nachzulesen:


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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon Fraule » 4. Mai 2013, 18:41

Bin auch nicht mit allem einverstanden.

Bin für kollektives Umdenken, dass der Mensch ein liebenswerter ist- egal mit welcher Kleidergröße.

Und den Magerwahn sollte man stoppen.
Auch das sollte kollektiv nen Denkanstoß geben.
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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon Maiken » 4. Mai 2013, 19:06

Bei mir ist es klar, weil ich zuviel esse.
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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon remedias » 5. Mai 2013, 15:15

Ich traue mich gar nicht mehr zu sagen, dass ich nicht viel esse und trotzdem dicker werde,
weil mir das eh kein Mensch glaubt.
"Von nichts kommt nichts" , sagt mir man dann.

Ich bin in einem anderen Forum , das heißt "das dicke Forum"
und ja, es gibt immer mehr Leute, denen es auch so geht. Da man sie aber sowieso der Lüge bezichtigen würde, halten sie lieber den Mund.

Auch existiert ja das Vorurteil, dass Dicke eh alles in sich rein fressen. Die dicke Vegetarierin oder Veganerin, die Dicke, die nur Bio kauft oder vieles Essen gar nicht verträgt, passt da schon nicht ins Klischee.

der Artikel möchte ja auch eher eine Erklärung sein, warum immer mehr Leute auf der Welt dicker werden.,
weniger den Einzelfall.
Also generell werden wir alle dicker als in den Siebzigerjahren - auch die Schlanken wiegen mehr.

In der Neurologie wurde bei mir ein B12-Mangel festgestellt. Und noch bei ganz vielen Patienten. Die Neurologen sagten mir, es werden immer mehr, aber sie haben keine Erklärung dafür.
Meine Erklärung wäre ja, dass das Essen wirklich nicht mehr die Nährstoffe und Vitamine hat,
die der Körper braucht.
das Gehirn möchte die aber haben und kommt auf die Idee, der körper müßte einfach MEHR essen, damit die Nährstoffe wieder eintrudeln. Das geht natürlich nach hinten los.

Was Fraule mit der Akzeptanz sagt, ist oberwichtig.
Während man über Ausländer, Randgruppen, Frauen etc. nichts pauschalisierend Negatives sagen darf,
sind die Dicken die einzige gesellschaftliche Gruppe, über die man ohne political correctness noch so richtig ablästern bzw. sie als gesellschaftliche Gefahr hinstellen darf.

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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon Fraule » 5. Mai 2013, 15:33

In der Neurologie wurde bei mir ein B12-Mangel festgestellt


Das musst unbedingt nehmen Remi.
Das habe ich mit meinem Bandscheibenvorfall gespritzt bekommen. die Schmerzen wurden weniger.
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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon remedias » 5. Mai 2013, 18:51

hallo fraule,

die Ärzte in der Neurologie haben den Mangel nicht nur festgestellt, sondern gleich therapiert -
jetzt habe ich ein Vitamin B12- Depot für die nächsten 5 Jahre.

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Re: Übergewicht als Folge "moderner Lebensmittelherstellung"

Beitragvon puma » 5. Mai 2013, 21:17

Eine Zeit habe ich kaum Mittagessen gegessen und abends Obst und Knäckebrot pur. Jetzt futtere ich wohl auch schon mal Kekse, heute war es ein Sahneeis mit Eierlikör und Beeren auf dem sonnigen Balkon.
Vielleicht bin ich etwas dünner geworden, weil ich mit unserem Hund länger spazieren gehe, mit dem quirrligen Yorkie spiele oder weil ich bessere Laune habe und deshalb muss ich mich nicht mehr mit Schokolade belohnen. Ich beschimpfe mich nicht, wenn ich dicker bin und es ist auch nicht nötig, sie gehen halt rauf und runter - die verflixten Pfunde. Gelassenheit hilft viel, ein paar Pfunde wieder los zu werden. Aber nicht jeden Tag wiegen!
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