Weisheitsgeschichten und Geschichten

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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon auferstehung » 27. Apr 2018, 11:32

Remi hat geschrieben:Liegt vielleicht auch daran, dass es zu viele von den anderen gibt: Lehrer, die Kinder entmutigen.....


Ich habe eher den Eindruck, dass heutzutage die Lehrer von den Kindern und deren Eltern entmutigt werden ... :boys_0137:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 27. Apr 2018, 16:02

Ich glaube es gibt beides... Ich kenne Lehrer, die von Eltern und Schülern entmutigt werden,
Und ich kenne Schüler die von Lehrern entmutigt werden. -
So habe ich auch beides erlebt, als ich noch selber zur Schule ging, oder später dann wie meine Kinder die Schule besuchten.

Liebe Grüße
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 21. Jun 2018, 11:08

Der kleine Zirkuselefant

In einem Wanderzirkus kommt ein Elefanten-Baby zur Welt. Sobald es auf eigenen Beinen stehen kann, wird es angebunden. Mit dem Seil am Hinterbein hat es nur eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit und kann lediglich in einem bestimmten Umkreis um den Pflock herum laufen. Dieser Kreis definiert sein Welt, jeder Versuch, sie zu verlassen, wird durch den Schmerz unterbunden, den das Seil dann am Bein verursacht. Der kleine Elefant lernt, dass es ihm innerhalb des Kreises gut geht, und er findet sich damit ab.

Im Laufe der Jahre wird er größer und stärker, stark genug, um den Pflock ohne Probleme aus dem Boden zu ziehen. Doch da er gelernt hat, dass dies mit Schmerzen verbunden ist, probiert er es erst gar nicht mehr. Die "Welt da draußen" ist für ihn unerreichbar.

(nach Michael Fromm: Der kleine Zirkuselefant, managerSeminare, Sonderheft)

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Lernen wir wieder auch Neues auszuprobieren und unseren Blickwinkel auszuweiten!
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Fraule » 21. Jun 2018, 12:39

:jc_doubleup: :jc_doubleup: :jc_doubleup:
Das Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen:
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?
Was ist der Mensch?

Immanuel Kant
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Remi » 21. Jun 2018, 13:22

oh....traurig ......

es ist sogar so, selbst wenn der Pflock selbst nicht mehr da wäre, würde es der kleine Elefant nicht noch mal versuchen.... :feeling_blue2_cut:

liebe Grüße Remi
Wer sein Leben so einrichtet, dass er niemals auf die Schnauze fallen kann, der darf nur auf dem Bauch kriechen. Heinz Riesenhuber (Dt. Politiker, * 1935).
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 21. Jun 2018, 23:05

Und wenn wir diese Geschichte auf uns beziehen???

Ist es nicht auch bei uns so, daß wenn etwas nicht funktioniert hat, wir das lieber sein lassen
und es erst gar nicht mehr versuchen?

Daher heißt ausdehnen, sich weiten, den Blickwinkel erweitern - das Thema. :dfbgirliezwinkern:
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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 17. Jul 2018, 15:07

Der ReisbauerBild

Es war einmal ein armer Reisbauer, der trotz all seines Fleißes in seinem Leben nicht vorwärtskam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem man weiß, dass er jeden Wunsch erfüllen kann.

"Ich bin gekommen, dir zu helfen." sagte der Mondhase. "Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, dort kannst du dir aussuchen, was immer du willst." Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder, über das geschrieben stand: "Jeder Wunsch wird Wirklichkeit".

Gut, dachte der Bauer und rieb sich die Hände, das armselige Leben hat nun ein Ende. Und so trat er durch das Tor. Eine alte Frau mit weißem Haar und einem gütigen Lächeln begrüßte ihn mit den Worten: "Was immer Du Dir wünschst wird sich erfüllen. Aber Du musst zuerst wissen, was man sich alles wünschen kann. Daher folge mir!"

So betraten sie nacheinander mehrere Säle, einer schöne als der andere. "Hier", sprach die weise Frau, "im ersten Saal siehst Du das Schwert des Ruhms. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General; er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst Du das?"

"Nicht schlecht", dachte sich der Bauer, "Ruhm ist ein schönes Ding, und ich möchte die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen. Gehen wir weiter."

"Gut, gehen wir weiter", sagte lächelnd die Weise. Im zweiten Saal zeigte sie dem Bauern das Buch der Weisheit. "Wer sich das wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbar." Der Bauer meinte: "Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Richtige. Aber ich will es mir noch einmal überlegen."

Im dritten Saale ruhte ein Kästchen aus purem Gold. "Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Geld zu, ob er nun arbeitet oder nicht." sagte die weise Frau. "Ha", lachte der Bauer, "das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der kann sich alles kaufen. Doch Glück und Reichtum sind zwei verschiedene Dinge, so sagt man. Ich weiß nicht recht."

Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden.

"Nun wähle", sagte die weise Frau lächelnd, als sie den letzten Saal gesehen hatten. Was immer Du Dir davon wünschst, wird erfüllt werden!"

"Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen", erwiderte der Bauer, "ich muss mir die Sache überlegen."

In diesem Augenblick ging das Tor hinter ihm zu und die weise Frau war verschwunden. Aber der Mondhase saß wieder da und sagte zum Bauern: "Armer Bauer, wie du sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen oder sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was sich einer wirklich wünscht, das schenken ihm die Götter, aber der Mensch muss zuerst einmal wissen, was er sich wirklich wünscht ..."

Autor/in unbekannt.

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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Remi » 12. Aug 2018, 15:19

Neulich traf ich mich mit einer befreundeten Kindertherapeutin zum Essen. Sie beobachtete meine Kinder eine Weile und sagte dann: „Du bist so eine gute Mutter!“

Ich fühlt mich in diesem Moment wie eine richtige Betrügerin und da platzte es aus mir heraus: „Ich fühle mich aber nicht, als wäre ich eine gute Mutter. Die Kinder treiben mich so sehr in den Wahnsinn, dass ich oft die Beherrschung verliere. Nachts schlafe ich ein und frage mich ernsthaft, wie ich nur die Geduld für den neuen Tag aufbringen soll.“

Daraufhin antwortete meine Freundin etwas, das ich nicht vergessen werde…

„Babys weinen, so kommunizieren sie mit uns. Kleinkinder schreien, Kinder brüllen und Teenager beschweren sich. Und Mütter flüstern in sich hinein ‚verdammt nochmal‘ bevor sie antworten. So kommunizieren wir.

Und weißt du was Constance? Das ist viel besser als Stille.


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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 3. Sep 2018, 14:08

Vielleicht etwas um es sich zu merken und selber auszuprobieren:



Der Miesepeter

Wie immer lief der Miesepeter missgelaunt durch die Straßen. Alles ärgerte ihn – das Wetter, das Grau der Häuser, die unfreundlichen Mienen der anderen.

Da kam zufällig ein Lächeln vorbeigeflattert und da es gerade nichts Besseres zu tun hatte, hüpfte es dem Miesepeter mitten ins Gesicht und machte es sich dort gemütlich.
Der hatte das aber in seiner ganzen Muffigkeit gar nicht gemerkt und ging mit schlechter Laune weiter.

Als ihm nun andere Leute entgegenkamen, wurde er herzlich gegrüßt und alle schienen sich zu freuen, ihn zu sehen. Das verwunderte den Miesepeter sehr und gegen seinen Willen fühlte er sich schon etwas besser.

Immer mehr Leute winkten ihm lächelnd zu. An einem Blumenstand reichte man ihm eine Sonnenblume und wünschte ihm einen guten Tag. Irgendwie wirkten nun die Häuser auch viel weniger grau, eigentlich sah der Marktplatz doch sogar sehr hübsch aus. Und der Himmel schien auch schon viel blauer zu sein — und da, war das nicht sogar die Sonne?

Als der Miesepeter nach Hause kam und seine Jacke auszog, sah er sich selbst im Dielenspiegel lächeln. Und das fühlte sich gut an, richtig gut.

aus: Tania Konnerth / Aus der Schatzkiste des Lebens


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Re: Weisheitsgeschichten und Geschichten

Beitragvon Feuerchen » 28. Sep 2018, 22:17

Der Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, aber nicht den Hammer. Der Nachbar hat einen, das weiß er. Also beschließt er, hinüberzugehen und sich beim Nachbarn dessen Hammer auszuborgen.

Doch während er dies erwägt, kommen ihm Zweifel: Was, wenn ihm der Nachbar den Hammer nicht leihen will?

"Gestern schon grüßte er mich nur flüchtig", dachte er, "vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan, der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Menschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht's mir wirklich!“

Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er überhaupt "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Dann behalten Sie Ihren Hammer doch, Sie Blödian!"

nach Paul Watzlawick "Anleitung zum Unglücklichsein"

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Tja, was Gedanken alles so machen können! :midi36:
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